Keine Reitweise der Welt hat sich so entwickelt, wie die mit Islandpferden. Im Ursprungsland Island, wo die kleinen, stämmigen Pferde jahrhundertelang Arbeits- und Fortbewegungsmittel waren, hat es zu keiner Zeit eine „Reitlehre“, schon gar nicht in schriftlicher Form, gegeben. Reiten (und Züchten) waren Erfahrungs- und Gefühlssache. Es waren deutsche Islandpferdeenthusiasten, die vor ca. 40 Jahren begannen, Pferde zu importieren und, nachdem sie einigermaßen gelernt hatten, sie zu reiten, mit allerlei Untersuchungen und Theorien den vergessenen Gangarten Tölt und Paß auf den Grund zu gehen versuchten. Daraus entstanden erstmalig schriftliche Regeln für das Reiten auf Islandpferden.

Da aber auch das Islandpferd „nur“ ein Pferd ist, welches eine schonende und biomechanisch korrekte Ausbildung verdient, muß die sogenannte Klassische Dressur die Grundlage der Reiterei bleiben.

Meine unter anderem in Island gewonnene Erfahrung und das in Deutschland hervorragend dokumentierte Wissen um pferdegerechtes, klassisches Reiten, versuche ich für mich und meine Pferde zu verknüpfen.

Eine schöne Entlohnung meiner Arbeit ist eine erfolgreiche Turnierpräsentation, wobei sich die Zufriedenheit nicht immer an den Noten, wohl aber an der seinen Möglichkeiten entsprechenden Leistung des Pferdes festmachen läßt.